Ob kleiner Blechschaden oder ernster Unfall: Wer die richtige Reihenfolge kennt, bleibt handlungsfähig. Diese Schritte gelten immer – und sie werden auch bei der Prüfung gern gefragt.
1. Anhalten und absichern
- Warnblinkanlage einschalten, Zündung aus
- Warnweste anziehen, bevor du aussteigst – auf Autobahnen Pflicht und lebenswichtig
- Pannendreieck aufstellen: im Ortsgebiet ca. 50 m, auf Freilandstraßen deutlich mehr, auf der Autobahn mindestens 100 m hinter dem Fahrzeug
- Alle Insassen hinter die Leitschiene – nie im Fahrzeug warten
2. Erste Hilfe leisten
Verschaffe dir einen Überblick und leiste Erste Hilfe – dazu bist du gesetzlich verpflichtet, und du kannst dabei nichts falsch machen. Das Einzige, was falsch ist: nichts zu tun.
3. Notruf
| Nummer | Wen du erreichst |
|---|---|
| 112 | Euronotruf (funktioniert in jedem Netz) |
| 144 | Rettung |
| 133 | Polizei |
| 122 | Feuerwehr |
Beantworte die W-Fragen: Wo? Was? Wie viele Verletzte? Wer ruft an? – und leg erst auf, wenn die Leitstelle keine Fragen mehr hat.
4. Melden und dokumentieren
Bei Personenschaden muss immer die Polizei verständigt werden. Bei reinem Sachschaden genügt es, wenn alle Beteiligten Name und Anschrift austauschen – ist das nicht möglich (z. B. beim Parkschaden), musst du die Polizei ohne unnötigen Aufschub verständigen. Einfach wegfahren gilt als Fahrerflucht.
Fotografiere die Situation, notiere Kennzeichen und Zeugen und fülle den Europäischen Unfallbericht aus – er liegt idealerweise in jedem Handschuhfach.
Bei einer Panne
Gleiche Absicherung wie beim Unfall: Warnblinker, Weste, Dreieck, raus aus dem Gefahrenbereich. Auf der Autobahn möglichst auf den Pannenstreifen rollen und Hilfe über eine Notrufsäule oder dein Handy holen.